Am Sonntag läuten bei bestem Wetter die Fussballglocken auf dem Kirchenfeld in Lotzwil.
Gleich zu Beginn der Partie zeigte sich, dass die Tabellenplatzierung nicht das Spielerische Niveau widerspiegelte.
Denn bereits schon nach 3 Minuten klingelte es bereits schon das erste Mal.
Ein Einwurf aus der Spielfeldmitte auf den schnellen Lotzwiler Stürmer, der der gesamten Huttwiler Abwehr aus dem Blickfeld verschwand, der alleine auf das Tor von Scheidegger lief und den Ball flach in die untere rechte Ecke schob.
Nicht der Start, den sich die Huttwiler gewünscht hatten, jedoch war man bestrebt den Rückstand so schnell wie möglich wieder wett zu machen.
Nicht lange musste das Spiel darauf warten, denn in der 6. Minute konnte das zwöi bereits schon wieder ausgleichen.
May tankt sich auf der linken Seite durch und sieht Hiltbrunner, der in der Mitte Platz hat und den Ball unter die Latte schlug.
Wieder alles auf Anfang und weiter geht’s, jedoch nicht unbedingt den Vorstellungen der Huttwiler.
Denn obwohl man das Spiel in die Hand nehmen sollte, funktionierte beim zwöi dies nicht wirklich.
Man war zwar bestrebt und spielte viel über aussen, vor allem über die rechte Seite, jedoch verlor man den Ball immer und wurde dann von den schnellen langen Bällen von Lotzwil in Bedrängnis gebracht.
Und genau nach diesem Muster, fiel das zwöi in den erneuten Rückstand zurück.
Auf der linken Seite versuchte man den Angriff auszuziehen, verlor aber den Ball in der Vorwärtsbewegung, wo Lotzwil den schnellen hohen Ball auf ihren Stürmer schlug.
Schütz konnte den hohen Ball nicht wirklich kontrollieren, dann schlugen der Lotzwiler Stürmer und Schütz mit der Grätsche gleichzeitig auf den Ball, welcher dann in einer schrägen Flugbahn neben Torhüter Scheidegger vorbeiflog und in der unteren rechten Ecke einschlug.
Da das zwöi über die spielerische Variante den Ball nicht bis in die Spitze bringen konnte, wurde vermehrt nun ebenfalls mit langen Bällen operiert, welche aber allesamt nicht wirklich für Gefahr sorgten.
Und nur einen Angriff später bekamen die Lotzwiler einen Freistoss aus der Halbdistanz zugesprochen.
Dieser landete wieder beim Lotzwiler Stürmer, der sich durch 3 Huttwiler Verteidiger drehen konnte und den Ball aus 10 Metern in die untere rechte Ecke verwandelte.
Die Huttwiler sichtlich bedient, jedoch auch weiterhin bestrebt den Rückstand wett zu machen.
Viel konnte man über aussen sich durchspielen, jedoch wurde dann die Hereingabe meist zu ungenau gespielt.
Ansonsten agierte man häufig zu hektisch und zu ungenau und wenn man sich dann einmal eine aussichtreiche Chance herausgespielt hatte, war man zu wenig eiskalt vor dem Tor, um den Ball in die Maschen zu hauen.
So ging man mit einem 2-Tore Rückstand in die Halbzeit.
In der 2. Halbzeit konnte man eine sichtliche Steigerung des zwöi sehen, die nun versuchten kontrolliert das Spiel aufzuziehen, um dann vorne Chancen zu kreieren.
Nach knapp einer Stunde sind die Lotzwiler nur noch zu zehnt.
Schütz mit einer Grätschte gegen den Lotzwiler Spieler, welcher beim Aufstehen nachtritt und folgerichtig die rote Karte sieht.
Danach stellte das zwöi auf ein 3-4-3 System um, damit man offensiv noch mehr Druck ausüben konnte.
Von nun an spielte sich das Geschehen mehrheitlich in der Lotzwiler Spielhälfte ab, jedoch war man nicht in der Lage Tore zu schiessen.
Eine Situation hier besonders herauszuheben war Röthlisberger der den Ball nicht am Lotzwiler Torhüter vorbeibrachte, der Nachschuss der in der Abwehr hängen blieb und dann Kohler mit einem Geschoss ab der Strafraumkante, jedoch knapp drüber.
Man fiel also beinahe wieder in die Muster der alten Saison, wo man hinten blöde Tore kassiert und vorne zu wenig kaltschnäuzig ist, Tore zu erzielen.
Angriffsversuche gab es mehr als genug, viel über die linke Seite, wo Röthlisberger den ein oder anderen Lauf startete, jedoch immer noch an einem Bein eines Lotzwilers scheiterte.
Und wieder einmal nach dem Motto «Wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein» konnten die Lotzwiler noch einen draufsetzen.
Nach etwa 80 Minuten konnte Lotzwil einen Konter über die linke Seite fahren, welchen Sie mit einer punktgenauen Flanke auf ihren Angreifer abschliessen, der den Ball mit dem Kopf in der oberen linken Ecke verwertete.
Ende der Geschicht, das zwöi schaffte es nicht mehr ein Tor zu erzielen und verlieren dieses Spiel mit 4:1.