4. Liga, Gruppe 5: FC Langnau – SC Huttwil 2:5 (2:3)

Huttwil setzt seine Siegesserie in Langnau fort

Der SC Huttwil reiste mit viel Selbstvertrauen ins Emmental. Unter der Woche hatten die Blumenstädter im Cup den Drittligisten FC Utzenstorf bezwungen und damit den vierten Pflichtspielsieg in Folge gefeiert. In einem lockeren taktischen Training am Donnerstag bereitete sich die Mannschaft gezielt auf den FC Langnau vor. An den letzten Auftritt in Langnau hatte Huttwil besondere Erinnerungen: In der vergangenen Saison erkämpfte sich das Team nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden. Für das erneute Gastspiel wurde die Startformation angepasst. Angesichts des grossen und ausgeglichenen Kaders erhielten Yahay Khayat und Rugarshan Murugathas diesmal von Beginn weg ihre Chance.

Während der SC Huttwil mit breiter Brust antreten konnte, stand der FC Langnau bereits unter Druck. Die Emmentaler hatten aus ihren bisherigen Partien lediglich einen Punkt gewonnen und waren entsprechend gefordert.

Match

Auf dem schwer bespielbaren Terrain entwickelte sich das erwartet schwierige Spiel. Die technisch versierten Huttwiler bekundeten Mühe, ihr gewohntes Aufbauspiel mit schnellen Direktkombinationen, mutigen Dribblings und überraschenden Pässen in die Tiefe aufzuziehen. So war es bezeichnend, dass die Führung nach einem stehenden Ball fiel. Nach einem Eckball stieg «Flick-Flack-Räffu» am höchsten und köpfte den SC Huttwil zum 1:0 in Front. Die Antwort der Langnauer liess jedoch nicht lange auf sich warten. Während einer offensiven Aufbauphase verloren die Huttwiler den Ball im Mittelfeld. Das Heimteam schaltete schnell um, erwischte die aufgerückte Defensive und glich die Partie aus. Mit dem Selbstvertrauen aus vier Pflichtspielsiegen in Folge blieb dieser Gegentreffer jedoch nur ein kurzer Schreckmoment. Durch sehenswerte technische Einzelleistungen im Angriffsdrittel erspielten sich die Huttwiler noch vor der Pause eine komfortable 3:1-Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte folgte allerdings nochmals ein Dämpfer. Begünstigt durch die schwierigen Platzverhältnisse eroberte der FC Langnau den Ball erneut im Mittelfeld. Ein gut getimter Pass durch die Schnittstelle und eine etwas glückliche Weiterleitung in den Strafraum ermöglichten dem Heimteam den Anschlusstreffer zum 2:3.

Entsprechend gross war bei den Huttwilern zunächst die Befürchtung, dass dieser Treffer den Langnauern für die zweite Halbzeit neuen Auftrieb verleihen könnte. Der erwartete Sturmlauf des Heimteams blieb jedoch aus. Stattdessen entwickelte sich eine umkämpfte Partie, die sich mehrheitlich im Mittelfeld abspielte und auf beiden Seiten nur wenige klare Torchancen hervorbrachte. Erst in der Nachspielzeit machte der SC Huttwil den Sack endgültig zu. Zunächst traf der etatmässige Innenverteidiger Nathanael «Nathi» Marti, der erstmals als Stürmer eingesetzt wurde. Anschliessend setzte Aaron Kilchenmann mit dem 5:2 den Schlusspunkt. Kilchenmann erzielte damit bereits im vierten Spiel in Folge mindestens einen Treffer.

Bezeichnend für den kämpferischen Auftritt war, dass mit Innenverteidiger Jan Hiltbrunner ein Defensivspieler zum «Man of the Match» gewählt wurde. Das Geburtstagskind überzeugte mit grosser Übersicht und viel Herzblut und dirigierte die Mannschaft in der zweiten Halbzeit souverän zum sicheren Auswärtssieg.

Ausblick

Am kommenden Samstag um 18 Uhr kommt es auf dem Dornacker in Huttwil zum ersten Spitzenkampf der noch jungen Saison. Zu Gast ist der bislang ungeschlagene SC Ersigen. Für diese wichtige Partie hofft der SC Huttwil erneut auf die lautstarke Unterstützung seiner Anhänger. Zahlreiche Fans hatten die Mannschaft bereits nach Langnau begleitet und wurden nach dem Schlusspfiff vom Team mit einem persönlichen Handschlag für ihre Unterstützung belohnt.

Matchtelegramm: 29. August 2026

Moos Langnau i.E., Langnau – 75 Zuschauer

Tore: 7. 0:1 Raphael Herrmann, 18. 1:1 Abdullai Bacoum, 23. 1:2 Yahay Khayat, 34. 1:3 Rugarshan Murugathas, 45.+1 2:3 Abdullai Bacoum, 90.+4 2:4 Nathanael Marti, 90.+6 2:5 Aaron Kilchenmann.

SC Huttwil: Fabian Scheidegger, Eliosh Heiniger (Steven Carlini), Jan Hiltbrunner, Jannik Wiedmer, Thomas Zanchin (Kay Dunkel), Claudio Flückiger (Micha Wiedmer), Rugarshan Murugathas (Kim Hofer), Raphael Herrmann, Yahay Khayat (Elias Heiniger), Alex Casas (Aaron Kilchenmann), Thilakshan Murugathas (Nathanael Marti).

Abwesend: Nico Minder, Marco Steiner, Filip Kovac, Jan Kaderli, Andri Kilchenmann, Eric Schenk, Remo Straumann, Timo Straumann.