Vereinsgeschichte

Geschichte SC Huttwil

Das Jahr 1922 gilt als Geburtsstunde des Sportclubs Huttwil. Bis vier Jahre später der Dornacker als Spielfeld gefunden wurde, gab es noch einige Platzprobleme, so dienten z.B. das Häbernbad oder die Nyffelmatte als Spielfeld. Unter dem Namen Sportclub wurde in den Anfangsjahren aber nicht nur Fussball gespielt, auch andere Sportarten wie Schwimmen, Skifahren, Eishockey, Laufsport oder sogar Boxen standen im Angebot. Auch gesellige Anlässe, wie z.B. der vom SCH organisierte legendäre Maskenball, brachten Abwechslung ins Vereinsleben. Ab 1927 nahm der SC Huttwil eine regelmässige Wettspieltätigkeit im Oberaargauisch-Emmentalischen Fussballverband auf, und im Jahr 1932 wurde eine Juniorenabteilung eingeführt.

Ein erster sportlicher Höhepunkt wurde 1938 mit dem Aufstieg in die 3. Liga erreicht. Aber die Zeit während des Zweiten Weltkriegs hatte ihre Auswirkungen auch auf den SC Huttwil. Bedingt durch die Aktivdienstzeit vieler Mitglieder gab es einen Rückschlag. Der Dornacker wurde auf Befehl der Landesregierung umgepflügt und als Anbaufläche für die Nahrungsmittelbeschaffung in Anspruch genommen (Plan Wahlen). Nach dem Krieg bewegte sich der SC Huttwil ranglistenmässig meistens im vorderen Mittelfeld der 4. Liga und erreichte auch einige Male den Gruppensieg. Aber zum Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse reichte es nicht.

Unvergessen sind die Lokalderbys gegen den damals noch existierenden FC Rohrbach und den 1954 gegründeten SC Wyssachen, die jeweils eine Rekordkulisse auf den Dornacker brachten. Gut besucht waren auch das Dorf- und später das Städtli- und Grümpelturnier, was der Clubkasse wichtige Impulse gab. Der Sportplatzneubau auf dem Dornacker im Jahr 1959 wurde mit einem Spiel der Reserven des damaligen Schweizer Meisters Young Boys Bern gegen den FC Langenthal (NLB) mit rund 1000 Zuschauern würdig begangen. Ab 1963 war für kurze Zeit auch das Italiener-Team Esperanza dem SC Huttwil angegliedert.

Nach einigen mageren Jahren kam anfangs der 1970er Jahre zum 50-jährigen Bestehen mit dem legendären Clubpräsidenten Oskar Kohler wieder frischer Wind in den SCH. Die Juniorenabteilung erfuhr einen markanten Aufschwung, was sich einige Jahre später auch auf die 1. Mannschaft mit dem Aufstieg in die 3. Liga im Jahr 1978 auswirkte. Die sportlichen Aktivitäten wurden 1977 mit dem Hallenturnier in der Schulhausturnhalle Schwarzenbach intensiviert, und von den Teilnehmerzahlen an den damaligen Grümpelturnieren kann man heute nur noch träumen.

Den sportlichen Höhepunkt erreichte der SC Huttwil 1986 mit dem Aufstieg in die 2. Liga, in der er sich fünf Saisons halten konnte. Dann musste aber der bittere Abstieg über die 3. in die 4. Liga angetreten werden. Highlights waren 1986 das U18-Länderspiel zwischen der Schweiz und England (1:1) auf dem Dornacker und die erstmalige Teilnahme der Junioren am Norway-Cup in Oslo. Im Jahr 1992 wurde das neue Clubhaus im Dornacker fertiggestellt, das einem echten Bedürfnis entsprach. Zu dessen Einweihung wurden die alten Fussballfreunde des SC Wyssachen eingeladen.

1995 gelang der Wiederaufstieg in die 3. Liga, was neuen Schwung in die Aktiv- und Juniorenbewegung brachte. So konnte z.B. bei den B-Junioren Ende der 1990er Jahre der Aufstieg in die höchste regionale Klasse (Meistergruppe) erreicht werden. Das Jahr 1997 war geprägt von vielen Aktivitäten zum 75-jährigen Bestehen des Clubs, die in einem würdigen Festakt gipfelten. In den ausgehenden 1990er Jahren gelang es dem 1. Team, seine Tabellenlage in der 3. Liga zu konsolidieren und sich im Jahr 2001 für die neu eingeführte 1. Stärkeklasse der zweigleisigen 3. Liga zu qualifizieren.

Seit dem Jahr 2000 besteht im Juniorenbereich und später auch bei den Senioren, Veteranen und den Frauen eine Zusammenarbeit (Gruppierung) mit dem SV Sumiswald, um personelle Engpässe zu überbrücken und Synergien zu nutzen, was sich gut bewährt hat. Ein grosser Schritt war auch die Verlegung des langjährigen Hallenturniers ins Sportcenter Schwarzenbach im Jahr 2001, was sofort grössere Möglichkeiten eröffnete. 2006 konnte das neue Garderobengebäude auf dem Dornacker mit einem würdigen Fest bezogen werden. Mit einem Juniorinnen- und einem Frauenteam ist auch das weibliche Geschlecht seit Beginn des neuen Jahrtausends im Sportclub vertreten. Seit 2009 besteht für Fussballer ab 50 Jahren die Möglichkeit, bei den Super-Veteranen mitzumachen.

Sportlich konnte sich das 1. Team bis ins Jahr 2011 stets in den vorderen Rängen der 3. Liga (1. Stkl.) bewegen und schnupperte einige Male an der Tür zur 2. Liga. Um die engen Platzverhältnisse im Clubhüttli und der Küche zu beheben, beschloss die HV einen Umbau, der im Frühling 2011 abgeschlossen wurde. So bietet sich jetzt mehr Platz, und das Clubhüttli kann auch gemietet werden. Im Herbst 2011 steht als neues Projekt eine Flutlichtanlage in der Agenda, weil die alte nicht mehr genügte. Man sieht also, die Arbeit beim SCH wird nicht ausgehen.


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